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Arno Ebner
Buy Local

App für nachhaltige Leseratten

Mittwoch, 4. März 2015
Faul auf der Couch liegen oder im Zug sitzen und währenddessen beim Buchhändler ums Eck kaufen: Die App LChoice ist gut für die Bequemlichkeit und das Gewissen.

Gemütlich auf der Couch liegen und gleichzeitig beim Buchhändler ums Eck einkaufen, das ist jetzt möglich. Dazu braucht man nur ein paar Tasten auf seinem Smartphone betätigen. Der Vorgang dauert nicht länger wie eine Bestellung beim Online-Riesen, der bekanntlich in Österreich keine Steuern zahlt, die kleinen Händler und Verlage kaputt macht und seine Arbeitskräfte schlecht behandelt. Mit dieser App ist das Einkaufen genauso einfach, und man unterstützt trotzdem die Unternehmer seiner Region.

Die App LChoice (das L steht für local), mit der das möglich ist, wurde in Deutschland entwickelt und wird seit 2014 auch in Österreich vertrieben. „In beiden Ländern zusammen bieten bisher etwa 300 Buchhändler unsere App an“, sagt Österreich-Geschäftsführer Constantin von Ridder. Darunter sind auch ein paar größere wie Morawa oder Kuppitsch. „Man kann bei uns 24 Stunden sieben mal pro Woche einkaufen.“ In Deutschland sind die Erfahrungen bisher sehr positiv.

Einkauf mit wenig Aufwand

LChoice
LChoice

Die Zielgruppe von LChoice sind natürlich vorrangig Amazon-Kunden, die es gewöhnt sind, mit geringem Aufwand ihre Einkäufe zu tätigen. Für den Kunden ist das Bestellen mit der App genauso bequem, er kann seinen Buchhändler ums Eck unterstützen und die Steuern bleiben im Inland. In den meisten Fällen wird er die Ware sogar früher erhalten.

Der Kunde braucht als technische Voraussetzung zunächst ein Smartphone oder Tablet (Android oder iPhone), dann kann er die App gratis downloaden und sich registrieren. Anschließend wählt er eine Liefer- und eine Bezahlmethode, gibt den Buchtitel in die Suchmaske ein oder scannt den Barcode, wählt die Anzahl der Bücher und bestätigt den Kauf. „Der Kunde kann sich den Buchhändler aussuchen, bei dem er kaufen will. Der schickt ihm das Buch zu oder der Käufer holt es sich ab“, sagt von Ridder.

Bücher sind erst der Anfang

Die teilnehmenden Buchhändler zahlen pro Bestellung eine Provision an LChoice. Jeder Händler muss es dem Konsumenten überlassen, ob er die Ware zugeschickt haben möchte oder lieber selbst abholen will. „Die größte Überraschung war, dass 80 Prozent der Kunden die Bücher abholen“, sagt von Ridder. In kleineren Ortschaften würden manche Buchhändler auch persönlich ausliefern.

Am Land, erzählt von Ridder, da funktioniere LChoice sogar besser als in der Stadt. „Das hat mit den persönlichen Kontakten zu tun.“ Hat man einen Kunden erst einmal von der App überzeugt, so der Geschäftsführer, „dann findet er es super. Aber es ist schwierig, die Gewohnheiten von Menschen zu ändern.“

An der Bekanntheit von LChoice muss man noch arbeiten, das gibt auch von Ridder unumwunden zu. Aber er glaubt an den Erfolg des Unternehmens. „Die Bücher seien erst der Anfang, verrät er. „Die Technik eignet sich prinzipiell für Bestellungen. Wir möchten sie in Zukunft auch für andere Waren einsetzen.“

www.lchoice.de

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