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Aspiring Artists
Musical

City of Angels

Montag, 22. Juni 2015
16 junge Musicaldarsteller haben sich Großes vorgenommen. Anstatt darauf zu warten für ein Musical engagiert zu werden, wollen sie selbst eines inszenieren.

Florian Koller ist bescheiden. Er will sich selbst nicht als Musicalstar bezeichnen. Dabei stand er als Neunjähriger 115 Mal in der Rolle des kleinen Rudolf im Musical Elisabeth auf der Bühne. Über seine Gesangslehrerin Andrea Mellis lernte er eine Gruppe von engagierten jungen Musicalsängern, die Aspiring Artists, kennen. Sie wollen mehr sein als nur klassische Musicalsänger, die Choreographien einstudieren und sich durch zahllose Auditions kämpfen. Ihr Ziel ist es, selbst Stücke auf die Bühne zu bringen, von der Finanzierung über die Gestaltung des Bühnenbildes bis hin zur Inszenierung. „Wir wollen nicht nur die typischen Darsteller sein, die die Stücke spielen, sondern wir wollen lernen auch was dahinter steckt und uns selbst an einer Gesamtproduktion versuchen“, sagt Florian. Im Herbst soll das Musical City of Angels sechsmal im Off-Theater aufgeführt werden.

Awardwinning Musical

Das Musical gewann 1990 sechs Tony Awards, wurde von den New York Times und dem Guardian als „clevere Parodie auf das Hollywood der 1940er Jahre“ bejubelt und 879 Mal am Broadway aufgeführt. Die international bekannte Musicalregisseurin Andrea Mellis inszenierte das Musical 2012 in Brüssel. Sie schlug den Aspiring Artists das künstlerisch anspruchsvolle Jazz-Musical von Cy Coleman vor. „Es ist kein typisches Musical“, sagt Florian, „aber besonders die schwierige Harmonien, die jazzigen Rhythmen und die vielschichtige Handlung haben es uns angetan.“

Die Handlung wechselt zwischen dem „realen“ Leben des Autors Stine, dessen Krimi endlich verfilmt werden soll und seinem „fiktiven“ Romanhelden, dem Privatdetektiv Stone. Stine gibt den Änderungswünschen des Produzenten immer mehr nach, bis die ursprüngliche Geschichte beinahe unkenntlich wird. Doch da mischt sich der fiktive Charakter Stone ein, der eigentlich einen schwierigen Fall zu lösen hätte und – es wäre nicht Hollywood – ein Happy End ermöglicht. Fast so kompliziert wie die Musical-Handlung mit zahllosen Seitensträngen ist es, das Stück als Eigenproduktion auf die Beine zu stellen.

Crowdfunding

„Wir haben den Aufwand etwas unterschätzt“, sagt Florian, „es ist wesentlich mehr Arbeit als erwartet: Verhandlungen über die Nutzungsrechte mit dem Theater und vor allem die Finanzierung gestaltet sich als sehr schwierig.“ 16.000 Euro wird die Produktion kosten, obwohl weder die Darsteller noch der künstlerische Leiter, der Jazzpianist Ronald Sedlaczek, noch die Regisseurin Andrea Mellis für ihre Arbeit bezahlt werden. Bei Karaoke- und Konzertabenden sammelten sie schon 1.300 Euro ein. Seit einigen Wochen läuft auf startnext eine Crowdfunding-Kampagne. Die Unterstützer erhalten Karten für das Stück, Korrepetitionseinheit mit Sedlaczek, drei Stunden Stylingkurs im 40er Jahre Stil oder einen Trenchcoat aus der Show signiert vom gesamten Cast.

Noch fehlen den Apiring Artists 3.500 Euro um das Stück zu produzieren. Trotzdem üben sie sicherheitshalber.

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