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Alexandra Gruber
Kreativagentur

Coworking und Kaffee trinken

Dienstag, 31. März 2015
Das sechsköpfige Kollektiv „Wiener Handwerk“ hat ein Caféhaus gegründet, um sich eine gemeinsame Arbeitsstätte zu finanzieren.
Wiener Handwerk
Wiener Handwerk
Das Team im Lokal

„Das  Caféhaus ist das Herz, die Basis. Es ist wie ein Baby, um das wir uns gemeinsam kümmern“, sagt Philipp Hauck. Der Grafiker hat gemeinsam mit fünf Freunden im April 2014 ein Lokal am Gürtel gemietet. Das Kollektiv Wiener Handwerk hat das gleichnamige Café im Dezember 2014 eröffnet. Es gibt acht Sitzplätze, verkauft werden Getränke und Kaffee in Flaschen, die sechs jungen Wiener stehen abwechselnd hinter der Bar. „Wir haben nur die kleine Schanklizenz, deshalb dürfen wir keine gezapften Getränke verkaufen.“ Sein Kollege, DJ Oliver, ergänzt: „Unser Hauptziel ist, dass die Einnahmen aus dem Caféhaus ausreichen, um die Miete zu bezahlen.“

Denn die winzige Gaststätte kann natürlich keine sechs Personen ernähren. Soll sie auch gar nicht, sie ist als eine Art gemütliches und kostengünstiges Gemeinschaftsbüro-Wohnzimmer gedacht. Im Gastraum und im ersten Stock sind Schreibtische untergebracht.

Kollektiv und Verein

Philipp Hauck, Wiener Handwerk
Alexandra Gruber
Philipp Hauck hinter der Bar

„Wir teilen uns die Miete und jeder hat seinen Arbeitsplatz. Bei Projekten arbeiten wir oft zusammen, aber prinzipiell lebt jeder von seinem Job.“ Marc Jarabe, Oliver Piskorek, Oliver Cortez, Markus Tozzer, Wince Adona und eben Philipp Hauck sind in kreativen Branchen wie Grafik, Musik, Film und Medientechnik tätig. Jeder von ihnen ist selbstständig und arbeitet abwechselnd am eigenen oder an einem Kollektiv-Projekt. „Wenn zum Beispiel jemand eine Homepage will, bieten wir gleich ein ganzes Package an. Marc kann das Produktvideo drehen, Oliver den Sound dazu machen, und ein anderer designt die Homepage.“

Wiener Handwerk ist gleichzeitig der Name für das Kollektiv und den Verein. Den Schankraum haben sie selber umgebaut, ohne Kredite und Förderungen. Zu den Freunden und Bekannten, die gerne beim Wiener Handwerk vorbeischauen, gesellt sich auch immer mehr Laufkundschaft,die durch das hübsch dekorierte Schaufenster angelockt werden, erzählt Oliver. Ansonsten bespricht das Kollektiv hier Projekte oder trifft sich einfach zum Abhängen.

Arbeiten mit Freunden

Hauck hat vier Jahre als Angestellter gearbeitet, in Großraumbüros oder mit nervigen Chefs. „Bei mir geht die Kreativität verloren, wenn ich zwischen acht und fünf im Büro sitze. Manchmal habe ich auch mitten in der Nacht tolle Ideen.“ Die Freiheit und die Flexibilität, die er und seine Kollegen sich geschaffen haben, kommt ihm sehr entgegen. „Es ist toll, mit seinen Freunden zu arbeiten“, sagt Hauck. „Jeder von uns soll das tun, was er gerne machen möchte. Und natürlich davon leben können.“

Wiener Handwerk, Neubaugürtel 38, 1070 Wien
wienerhandwerk

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