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Herbert Pixner beim Spielberg Musikfestival 2014
Herbert Pixner beim Spielberg Musikfestival 2014, by Marliese Mendel
Alpensound

Herbert Pixner Projekt

Sonntag, 6. August 2017
Im Jahr 2004 versteckte das Herbert Pixner Projekt ihre erste CD mit eigenen Liedern vor den Volksmusikfans - sie vermuteten diese würden sie nicht mögen. Jetzt ist die Doppel-CD „Live on tour“ erschienen, eine Werksschau die die inzwischen breite Fanbase – von Freunden der klassischen Musik über Jazzliebhabern und Rastafari bis Volksmusikfans - sicherlich mögen.

Eigentlich wollte Herbert Pixner Schlagzeuger werden. Von denen gab es jedoch schon zu viele in der Musikkapelle des 300-Seelendorfers im Passiertal – aber es fehlte ihnen ein Klarinettenspieler. Also lernte er Klarinette in der Musikschule, nebenbei dann doch noch Schlagzeug und seit seinem 16. Lebensjahr spielt er die „Ziehorgel“.

Er gründete mehrere Bands, nahm mit Ostbahn-Kurti und der „Joe Smith Band“ auf, arbeitete mit zeitgenössischen Komponisten zusammen, spielte 100 Tage lang in einer einer bairischen Bierbrauerei in Vail (Colorado), trat bei Vernissagen, Hochzeiten, Geburtstagsfeiern und Bankeneröffnungen auf. Seit 2007 konzentriert er sich jedoch gemeinsam mit seiner Schwester der Volksharfevirtuosin Heidi, dem Kontrabassisten Werner Unterlercher und dem „besten und schönsten Gitarrenspieler Südtirols“ Manuel Randi auf das „Herbert Pixner Projekt“ - auf „handgemachte Musik mit alpinen Wurzeln“.

Die versteckte CD

2004 nahmen sie die erste CD - „Blus'n auf!“ - mit eigenen Stücken auf und versteckten sie. Die Musikant_innen gingen davon aus, dass „ihr Stil“ in Volksmusikkreisen „verpönt“ sei. Eine unkonventionelle Mischung aus Jazz, alpenländischer Musik, Flamenco, Blues und Rock n' Roll. Das Quartett erzählt in ihren Liedern Geschichten ohne einen einzigen Ton zu singen: Vom Blues Brandner, einem Südtiroler „Lokalstar“ der der Legende nach während eines Auftritts beim zweiten Lied tot vom Hocker fiel, den Tod aber kurzfristig überlistete und das Konzert zu Ende spielen konnte und erst danach verstarb. Vom Wechselbad der Gefühle, wenn auf der Autobahn bei 45 Grad Außentemperatur der Benzin ausgeht, der Handyakku leer ist, die Notrufsäule nicht funktioniert und die nächste Tankstelle dreißig Kilometer entfernt ist. Von der alpenländische Sage der „Sennentuntschi“: Drei Senner basteln sich eine Puppe, die dann lebendig wird und alles möglich mit den Hirten auf der Alm macht. Beim Almabtrieb wollen sie die verdorbene Puppe nicht mit ins Tal nehmen. Die Puppe rächt sich, indem sie die drei Senner umbringt, häutet und auf das Hüttendach nagelt.

Zwischen der ersten „versteckten“ CD und der 2017 im eigenen Label „Three Saints Records“ erschienen Doppel-Album „Live on tour“ liegen mehr als 1.000 ausverkaufte Konzert, sechs weitere CD und immer noch haben sie keinen einzigen Ton gesungen. Denn, so sagt Pixner: „Wir könnten singen, wenn wir wollten. Unsere Musik braucht keinen Text. Ich freue mich, wenn die Zuhörer sich selbst ein Bild im Kopf malen können.“

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