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HYDRA
HYDRA, by Screenshot Facebookseite HYDRA
Satire

HYDRA – Satire für ganz arme Leute

Montag, 25. Juli 2016
Die „Spötter_innen“ der Wiener Satiregruppe „HYDRA“ machen einen „kleinen harmloser Witz, der eine Supermarktkette, einen Bewerber des Amtes des österreichischen Bundespräsidenten und das Geburtshaus von Hitler in Zusammenhang bringt“. Dem Witz folgt eine Klagsandrohung, dieser wiederum eine Crowdfunding-Kampagne.

Bisher haben die Spötter_innen Memes über H.C. Strache, Johanna Mikl-Leitner, Michael Häupl und Andreas Gabalier, von „Kicklback“ über die wahren Akten zum Hypo-Verkauf bis hin zu den „Grenzzaun-Weibern“ ohne jegliche rechtsanwaltliche Beanstandung ins Netz gestellt. Stadtführungen zu den wichtigsten Lokalen zum Komasaufen und Wasserschlachten beim Donnerbrunnen veranstaltet, die gefährliche U6-Safari trotz topischer Bedingungen im Wageninneren überlebt, am Indiebookday und auf der Frankfurter Buchmesse gelesen und Last-Minute-Buttons für Demonstrationen gebastelt - „Atzgersdorf und Mauer sind auf HC sauer!“

Ein „kleiner, harmloser Witz, der eine Supermarktkette, einen Bewerber des Amtes des österreichischen Bundespräsidenten und das Geburtshaus Adolf Hitlers in Zusammenhang brachte“ führt dazu, dass die Satiregruppe „von einer großen Rechtsanwaltskanzlei erpresst worden und so an den des Rand des finanziellen Ruins getrieben worden sei", sagt HYDRA-Satiriker Max Zirkowitsch im Video zur gerade gestarteten Crowdfunding-Kampagne. Eine vierstellige Honorarforderung sollte binnen 24 Stunden beglichen werden, um die Kosten für die Klageandrohung wegen Urheberrechtsverletzung und Kreditschädigung als entschädigt zu betrachten.

Mit dem „Kraut-Fun-Ding“ wollen die „Spötter_innen“ 3.000 Euro von Unterstützer_innen einsammeln, um sich eine Rechtsschutzversicherung leisten und weiterhin T-Shirts produzieren, Partys veranstalten und vor allem Satire machen zu können. Als Goodies für das Crowdfunding gibt es das „Kassenschlager-“-T-Shirt „2. Kassa, bitte!“, das neue Buch „How to be Österreich - der Werteguide für Integrationswillige“ und wer will einen heftigen Schlag auf die Schulter bei der Medienfreiheitsparty.

Das Ziel des Satireprojekts ist es nicht Geld zu verdienen, sondern „Spaßmaximierung“ und den vermeintlich „Großen“ ein bisschen auf die Zehen zu treten; Die Meinungsfreiheit zu verteidigen und weiterhin „Schabernack“ treiben zu können, die über 7.000 Facebook-Fans mit Memes und Leser_innen mit Büchern zu amüsieren.

In ihren Büchern beantworten sie die wichtigsten Fragen zu den „unfrisiertesten Philosophen aller Zeiten“, die jeden philosophiebegeisterten Menschen beschäftigen, etwa ob Kant auch nur ein Mensch ist und ob Nietzsche wirklich heimtückisch mit einem Dolch ermordet wurde. Im Reiseführer „Wien, wie es wirklich scheint, Führungen für Voyeure, Betroffene, Geeks, Fundis, Terroristen & Untote“ schreiben sie von der Schnitzelkrise und dem drohenden Absturz eines sowjetischen Wettersatelliten auf die Hauptstadt des Grantlertums. In 16 Touren, die nicht für Touristen geeignet sind, führen sie durch die Stadt. In „Holzfällen und Niedermetzeln“ ist Thomas Bernhard zu einem „blutrünstigen Abendessen mit einem Zombieehepaar in der Gentzgasse eingeladen und in einem Lebensratgeber gehen sie der Frage nach wie man Zucker ins Weltall wirft.

UPDATE 26. Juli 2016

Die Crowdfunding-Kampagne hat das Finanzierungsziel bereits am 25. Juli 2016 erreicht und die Supermarktkette übernimmt die Anwaltskosten. Social Media works!

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