Rolling Stones
Rolling Stones, by Marie
Rolling Stones

„Kaffeefahrt“ zu Mike

Mittwoch, 20. September 2017
Das Rolling Stones Konzert in Spielberg war eine Entscheidungshilfe, ob man auf der Stones- oder Beatlesseite des Lebens steht und ob man mit dem Auto im Gatsch feststeckte oder bequem mit dem Eventbus chauffiert wurde.

Der ehemalige Veranstalter von Rockevents und Mitbegründer von oeticket, Andreas Egger, hat zwar schon sieben Auftritte der Rolling Stones organisiert, die Herren selbst getroffen, aber noch nie ein Konzert von ihnen gesehen. Am 16. September 2017 war es dann soweit - er fuhr im Eventbus nach Spielberg.

Das Konzept zum Eventbus hatte Egger gemeinsam mit dem Geschäftsführer von Blaguss-Reisen, Paul Blaguss, vor rund zwei Jahren entwickelt. Die Idee Eintrittskarten samt Transport anzubieten ist zwar nicht neu, aber, so sagt Paul Blaguss, sei das Angebot eine „Revolution von Eventreisen“. Davon sollten sich rund 60 Journalist_innen und geladene Gäste bei der Fahrt zum und vom Rolling Stones Konzert in Spielberg überzeugen. Neben dem abgeklärten ORF-Journalisten, der jede Frage zu den Stones beantworten konnte, einer sehr lauten Gruppe von Mitarbeiter_innen einer Gratiszeitung, einem mit Bergschuhen ausgerüsteten Sponsorenvertreter fuhren auch die Geschäftsführer von Blaguss und von CTS Eventim Austria (oeticket) Christoph Klingler im Bus mit.

Stones-Seite des Lebens

Mehr als 120 Eventbusse brachten rund 5.000 Stonesfans aus ganz Österreich nach Spielberg. Spätestens als die ersten Kommentare in den sozialen Medien auftauchten, in denen Konzertbesucher_innen über fehlende Shuttlebusse von den umliegenden Bahnhöfen klagten, andere sich bereits zum eineinhalbstündigen Fußmarsch zum Ring aufgemacht hatten und Autofahrer_innen Fotos von im Gatsch versunkenen Fahrzeugen posteten – waren wir froh im Bus zu sitzen; noch ein bisschen Werbetalk zu hören, dass es mehrere Kategorien von ticket-plus gäbe: mit Hotel, mit Dinner und mit kompletter Reise und um Andreas Egger zu fragen, warum er noch nie ein Stones-Konzert gesehen habe. „Ich lebte zwar immer auf der Stones-Seite“, sagt er, „aber während der Konzerte war ich immer damit beschäftigt mit den jeweiligen Tourmanagern die Abrechnung zu machen.“

"Gestoned"

Kurz vor 21.00 Uhr war es dann soweit, 90.000 Menschen standen im Gatsch und jubelten den Stones zu. Sie erfüllten alle Erwartungen, Keith Richards versuchte seinem Ruf als „schlechtester Gitarrist“ der Welt alle Ehre zu machen, Ron Wood machte Fingerübungen bevor er in die Gitarrenseiten griff, Mike Jagger rannte zwei Stunden lang über die Bühne und Charlie Watts bewies, dass er immer noch der stoistische Schlagzeuger aller Zeiten ist.

Nach etwas mehr als zwei Stunden war es vorbei, Konzertbesucher_innen strömten durch einen einzigen Ausgang zurück zu ihren Autos und nach oft stundenlanger Wartezeit am Parkplatz endeten sie direkt im Stau. Andreas Egger war jedoch „gestoned“ - nachdem er vor 29 Jahren das erste mal ein Stones-Konzert organisiert hatte, hatte er sie nun endlich live gesehen.

P.S.: Auch wenn es eine „Kaffeefahrt“ der Organisatoren von Eventbus war, hat uns das Angebot doch überzeugt. Der Bus stand bei der Heimfahrt nie im Stau, die Bussessel konnten „verbreitert“ werden und erleichterten so das Nickerchen bis zur Ankunft bei der U-Bahnstation in Wien.

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