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Pflanz der Vampire
Pflanz der Vampire, by Sigrid Mayer
Grusical

Pflanz den Vampir

Samstag, 21. Juli 2018
„Es tut so gut, fließt rotes Blut in Fluten.“

Uwe Dröger ist gerade von einem Workshop in New York zurückgekehrt, Albert Koss‘ claim to fame ist sein Auftritt als Taxifahrer bei den Vorstadtweibern, Doris Arata hat sich die meisten ihrer Rollen „erschlafen“ und Elisabeth Schickaneder hat gerade die Musicalschule absolviert. Alle vier wollen für eine Rolle im Musical „Tanz der Vampire“ vorsingen. Sie zanken sich, bieten sich Knoblauchpastillen an und stehen kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Da betritt der Vampir Lutz Drakulic die Bühne: eine Mischung aus Elvis Presley und Johnny Depp. Natürlich muss auf ihn Rücksicht genommen werden, er kann nur in der Nacht proben und ist mit dem Dialog über die Knoblauchwurst unzufrieden. Außerdem gibt es Unstimmigkeiten bei seinem Geburtsdatum.

Tschauner Bühne

Die Tschauner Bühne ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Routiniers haben sich Decken und Pölster für die harten Stühle mitgebracht, die Neulinge leihen sie für fünf Euro beim Eingang. Eigentlich ist die Bühne ein Freilufttheater, bei Regentropfen wird ein Schiebedach darüber gezogen. In der Pause gibt es Punschkrapferl, Speckbrezel und Verhackertbrot und eine lange Schlange vor dem Damenklo.

Das Grusical

Geschrieben haben das vergnügliche Grusical „Pflanz den Vampir“ zwei Mitglieder der Kabarettgruppe „Heilbutt und Rosen“: Helmut K. Vavra und Marcus Ch. Oezelt. Sie haben kein Klischee ausgelassen: Vampire sehen ihr Spiegelbild nicht, vertragen keinen Knoblauch und schlafen in Särgen. Neu ist allerdings, dass es auch anarchistische Vampire geben soll.

Die beiden Autoren haben zu Musical-Ohrwürmern aus „Chorus Line“, „Grease“, „My fair Lady“, „Die Schöne und das Biest“, „Phantom der Oper“, „West Side Story“, „Elisabeth“, „Evita“ und „Cats“ vergnügliche Texte geschrieben. Szenen aus Roman Polański Horrorkomödie „Tanz der Vampire und sogar bei Goethe‘s Faust Anleihe genommen: „Mein Fräulein, darf ich es wagen im Bade einen Biss auszutragen (…) Schließlich ist nichts besser, als Zähnen im Hals zu haben.“

Drakulic verliebt sich in die Veganerin Elisabeth, beißt sie und sie sehnt sich plötzlich nach Blunzn. Das Liebesglück wehrt nur kurz, er nutzt die erste Gelegenheit zu einem Seitenbiss. Der Regisseur ist stets betrunken, gibt kryptische Regieanweisungen. Ihm sitzt der Produzent im Nacken, er geizt mit Geld. Doch noch hoffen die Darsteller*innen, dass alles gut geht, sind sie doch überzeugt: „Ist die Presse angetan, wird es ein Welterfolg“ - zumindest in Wien.

Das Grusical ist komisch, die Darsteller*innen großartig, das Ambiente romantisch und für etwaigen überraschenden Blutverlust liegt ja das Wilhelminenspital gleich daneben.

Darsteller*innen:
Markus Richter spielt Lutz Draculic und führt Regie und hat die musikalische Leitung über
Lilly Kugler spielt Doris Arata und zeichnet für die Choreographie verantwortlich
Gerog Hasenzagl ist Uwe Dröger
Jürgen Kapuan ist Albert Koss
Dennis Kozeluh ist der Regisseur Christopher Kepplinger
Thomas Schreiweis ist der Produzent Stefan Ruppek und Franz der Bühnentechniker
Melanie Wurer ist Elisabeth Schikaneder

Vorstellungen jeweils um 19.30 Uhr
27., 28., 29. Juli
8., 9., 28., 29., 30. August

Karten ab 20,00 Euro

Tschauner Bühne
Maroltingergasse 43
1160 Wien

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