
Das magdas Hotel in Wien ist Teil der 2012 gegründeten Social Business Gruppe der Caritas. Gewinne werden reinvestiert, Wirtschaftlichkeit trifft auf Menschlichkeit – den Asylbewerber_innen haben es schwer Arbeit zu finden. Inzwischen sind 20 Menschen mit Fluchthintergrund aus 16 Nationen, die insgesamt 23 Sprachen sprechen im Hotel beschäftigt. Vor der Eröffnung 2015 finanzierten die Hotelbetreiber_innen die letzten Umbauarbeiten des ehemaligen Caritas-Senorienhauses via einer Crowdfunding-Kampagne.
Nun entsteht in Klagenfurt zwar kein Hotel, aber ein magdas Lokal. Im Herbst 2016 soll das Restaurant eröffnen und 15 Menschen mit Fluchthintergrund eine Ausbildung zu Köch_innen und Restaurantfachkräften ermöglichen. Ziel ist es Menschen eine Perspektive zu geben. Sie durch Intensiv-Deutschkursen für eine Branche auszubilden, die dringend Arbeitskräfte benötigt.
Täglich werden die Asylberechtigten gemeinsam mit Gastro-Profis internationale Küche zu fairen Preisen anbieten. Noch wird das 240 m² große Lokal umgebaut. Die Einrichtung stammt aus Caritasbeständen, von Flohmärkten oder wurden gespendet. Momentan „möbeln“ kognitivbehinderte Erwachsene in den beiden Werkstätten Florian und Martin die Tische, Stühle und Kästen auf.
Den Großteil der Kosten – 400.000 Euro - hat die Caritas und das Bistum Gurk übernommen. Der Rest soll via Crowdfunding finanziert werden: von Schränken und Regalen über Personalkleidung bis hin zu „sonstigem Kramuri“. Als Belohnung gibt es Postkarten (für fünf Euro), „Was Gschmackiges“ (orientalische Gewürzmischung für 15 Euro) „A Tschreapm“ (ein Häferl für 25 Euro) oder Monatskarten für Mittagsmenüs und ein Fest für bis zu 30 Personen für 2.500 Euro.