Fehlermeldung

  • Deprecated function: Methods with the same name as their class will not be constructors in a future version of PHP; Markdown_Parser has a deprecated constructor in require_once() (Zeile 341 von /www/htdocs/w0115499/!seiten/diezeitschrift.at/includes/module.inc).
  • Deprecated function: Methods with the same name as their class will not be constructors in a future version of PHP; MarkdownExtra_Parser has a deprecated constructor in require_once() (Zeile 341 von /www/htdocs/w0115499/!seiten/diezeitschrift.at/includes/module.inc).
Tony Gigov
Serie

„Mein Leben bestimmt den Inhalt“

Dienstag, 1. April 2014
Worüber und warum schreiben die heimischen Top-Blogger, was bieten sie ihren Lesern, was treibt sie an? dieZeitschrift.at hat nachgefragt. Der Niederösterreicher Jürgen Koller hat sich im Gegensatz zu den meisten Bloggern nicht auf ein zentrales Thema spezialisert, sondern schreibt einfach über alles.
Jürgen Koller
Jürgen Koller

Name: Jürgen Koller
Alter: 31
Wohnort: Baden bei Wien
Beruf: Selbstständig & Angestellt – New Media Branche
Interessen: Sport, Reisen, Leben, Liebe
Blogname: Kollermedia.at – Ein buntes Leben zwischen den Zeilen
Blogthema: Einfach alles (Sport, Gedichte, Videos, Musik, Privates, Webnews etc.)
Blog seit: 2004
Blog Artikel bisher: 2032
unique visits/Monat: ~20.000
Seitenaufrufe/Monat: ~ 40.000
Page Rank: 4
Facebook-Fans: 870

(stand von: 23.03.2014)

andere Webauftritte: (Nur ein Projekt vom letzten Nov: 30dates.at)

dieZeitschrift.at: Wie fing das mit dem Bloggen an und wieviele Leser hattest du am Anfang?

JK: Da ich aus der New Media Branche komme, hatte ich seit meiner Ausbildung 2001 eine eigene Website. Damals noch unter koller.tk – 2004 wurde daraus dann Kollermedia.at. Ich hab einfach über meine Hobbys und meine Interessen geschrieben sowie meine Arbeiten auf der Website präsentiert. Die Zugriffe von 2004 weiß ich leider nicht mehr genau. 2007 und 2008 waren die Zugriffe jedenfalls zwei bis dreimal so hoch wie heute. Seitdem Facebook auch bei uns Einzug gehalten hat, sind die Besucherzahlen und die Kommentare deutlich zurückgegangen.

dieZeitschrift.at: Was war deine Intention beim Bloggen?

JK: Es war einfach nur ein Hobby, eine Website an der ich immer ein wenig basteln und programmiertechnische Dinge ausprobieren und mich somit weiterbilden konnte. Schreiben hat mir immer schon Freude bereitet und das hat sich durch den Blog noch verstärkt. Später habe ich begonnen ein paar Gedichte zu veröffentlicht. Inzwischen schreibe ich an meinem ersten Buch – 30 Dates in 30 Tagen.

„Frei von der Leber weg“

dieZeitschrift.at: Was bietest du deinen Leser, was haben sie davon, wenn sie deinen Blog lesen?

JK: Gute Frage. Ich führe einen absoluten Mischblog und schreibe über alle möglichen Dinge, die mir unterkommen oder mich interessieren. Meine Zielgruppe ist also quasi nicht vorhanden oder anders gesagt so breit gefächert, dass für jeden etwas dabei ist. In letzter Zeit geht es aber immer mehr in die private Richtung. Es geht um mein Leben, meine Reisen, meine verrückten Erfahrungen und all das was ich noch erleben möchte. www.kollermedia.at/lebensliste

dieZeitschrift.at: Wieviel Zeit wendest du pro Woche für deinen Blog auf?

JK: Aktuell sind es wohl in etwa sechs Stunden pro Woche. Ich schreibe zwar sehr regelmäßig, aber die Beiträge gleichen jetzt keinen wissenschaftlichen Arbeiten und sind meist sehr kurz und bündig geschrieben – einfach frei von der Leber weg.

„Beruflich meine Visitenkarte“

dieZeitschrift.at: Was ist dein Hauptberuf?

JK: Ich bin seit 10 Jahren selbstständiger New Media Producer, Designer und programmiere Websites für Firmen & Agenturen. Für den ORF durfte ich z.B. zahlreiche Websites umsetzen, wie Dancingstars, Große Chance, Rat auf Draht etc. Seit drei Jahren bin ich nebenbei noch drei Tage pro Woche im Marketing/New Media Bereich einer Wiener Immobilienfirma angestellt.

dieZeitschrift.at: Was hat das Bloggen in deinem Leben verändert?

JK: Jede Menge. Ich habe viele Kontakte und Bekanntschaften durch die Website geknüpft und gerade am Anfang auch viele Aufträge dadurch erhalten. Es war beruflich gesehen einfach meine Visitenkarte. Persönlich bin ich durch den Blog wesentlich offener geworden. Es ist schön, wenn man seine Erlebnisse teilen und andere Personen dadurch auch etwas inspirieren kann. Man macht sich Gedanken, stolpert über Dinge und Personen die man sonst nie entdeckt hätte und erhält immer spannende E-Mails aus allen Teilen der Welt. Das Bloggen ist definitiv eine Bereicherung.

„Bewusst manchmal offline “

dieZeitschrift.at: Auf welchen Kanälen können deine Leser mit dir in Kontakt treten?

JK: Neben meinem Blog und meinem privaten Facebook Account www.facebook.com/juergen.koller natürlich über den Facebook Account von Kollermedia www.facebook.com/Kollermedia, über Twitter twitter.com/kollermedia_at oder Instagram instagram.com/kollermedia. Wobei ich Twitter und Instagram nur sehr sporadisch verwende.

dieZeitschrift.at: Wann war der letzte Tag, an dem du komplett offline warst?

JK: Das kommt öfter mal vor und das mache ich ganz bewusst, um den Kopf frei zu bekommen und abzuschalten. Es tut unheimlich gut, den PC und sein Smartphone mal abzudrehen und das Leben bewusster wahrzunehmen. Auch wenn danach 20 Anrufe, SMS und E-Mails am Handy aufblinken, ob man eh noch am Leben ist.

„Mehr als nur ein kleines Taschengeld“

dieZeitschrift.at: Wie wirken sich die verschiedenen Social-Media-Kanäle auf deinen Blog aus?

JK: Was die Social-Media Kanäle betrifft, ist es mit Kollermedia.at etwas schwierig, da ich mich mit meinem Blog nicht auf ein Thema konzentriere. Niemanden interessieren alle Themen meines Blogs, darum halten sich die Subscriber Zahlen verständlicherweise in Grenzen. Alle Kanäle sinnvoll zu betreiben, macht aus meiner Sicht nur Sinn, wenn man sich auf ein Thema spezialisiert hat. Dann funktioniert das auch gut und bringt jede Menge Besucher. In meinem Fall hatten Facebook & Co eher eine negative Auswirkung.

dieZeitschrift.at: Kann man in Österreich mit Bloggen Geld verdienen?

JK: Definitiv ja. Wenn man sich auf ein Thema konzentriert und absolut regelmäßig über viele Monate hinweg schreibt, kann man sich damit mehr als nur ein kleines Taschengeld dazuverdienen. Man muss nur das Durchhaltevermögen und die nötige Zeit haben.

dieZeitschrift.at: Wie kommst du auf deine Inhalte?

JK: Aktuell bestimmt mein Leben den Inhalt. Ich gehe auf viele Konzerte & Festivals, habe ein Europareise-Projekt gestartet, bei dem ich heuer einmal im Monat verreise und seit wenigen Tagen gibt es auch eine Lebensliste, mit Dingen die ich in meinem Leben noch tun möchte. Über all diese Dinge schreibe ich im Moment.

„Nicht nur auf Zugriffszahlen schauen“

dieZeitschrift.at: Wieviel Prozent deiner Leser sind nicht aus Österreich?

JK: Aktuell sind 29 Prozent der Besucher aus Österreich, 33 Prozent aus Deutschland, 4 Prozent aus der Schweiz. Die restlichen 34 Prozent sind nicht deutschsprachig. Das kommt daher, dass ich früher einige Plugins und Scripts geschrieben habe, die man sich immer noch downloaden kann.

dieZeitschrift.at: Hast du Tipps für Leute, die als Blogger einsteigen wollen?

JK: Konzentriert euch auf ein Thema das euch wirklich interessiert. Habt ihr mehrere Themen, startet einfach zwei oder mehrere getrennte Blogs. Das allerwichtigste ist und bleibt aber, dass einem das Schreiben Freude bereitet und man authentisch ist. Man sollte sich gern mit den Themen beschäftigen und nicht ständig auf die Zugriffszahlen schauen. Wenn der Inhalt passt und sich die Freude am Schreiben auch in den Texten widerspiegelt, kommen die Besucher ganz von alleine.

Share this content.