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Fußball für Aliens

Aus dem Protokoll I/1AAA (Qualitätskontrolle) der Fédération Internationale de Football Association (FIFA) nach der Eröffnungsfeier und dem ersten Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

São Paulo/Zürich. Nach 0,7 Prozent der Fußball-WM 2014 ertönte der erste völlig korrekte Elfmeterpfiff. Schiedsrichter Yūichi Nishimura wird auch die übrigen Spiele der Brasilianer inklusive Finale leiten. Für diese sechs Begegnungen wird er mit einem Pfefferspray ausgestattet, das er zum Schutz vor ungerechtfertigt aufgebrachten Spielern der jeweils gegnerischen Mannschaft verwenden kann.
Nishimura muss das Pfefferspray in der linken hinteren Hosentasche aufbewahren, da sich in der rechten bereits der Rasierschaum für die Abstandsmarkierung der Freistoßmauer befindet. Mit jenem kann er im Notfall das Wort „HELP!“ auf den Rasen sprayen, falls der Pfefferspray nicht ausreicht. Die brasilianische Polizei ist angewiesen, die Querulanten in so einem Fall umgehend zu verhaften.

Das Polizeiaufgebot bei Brasilien-Spielen wird verdreifacht. Weder im Stadion, noch in den FIFA-Hotels, noch an den Swimmingpools, noch in den Casinos, noch in den Night Clubs, noch in unserer Verwaltungszentrale wurden soziale Unruhen oder gewaltsame Demonstrationen registriert. Auch haben die Medienpartner der FIFA über keine solchen Ereignissen berichtet. Feindliche Medien haben diese Vorkommnisse erfunden. Daher werden die Polizisten da draußen auf der Straße sowieso nicht gebraucht.

Um solchen derzeit nur in der Theorie existenten Unruhen in Zukunft dennoch entgegen wirken zu können, sollte die FIFA eine der unzähligen großartigen Ideen ihres geliebten Präsidenten Sepp Blatter aufgreifen: „Weltmeisterschaften können auch auf anderen Planeten stattfinden“, sagte der große Fußball-Prophet richtungsweisend. Schon für 2026 müssen wir eine solche Maßnahme ins Auge fassen. Die Erde wird langsam ohnehin zu penetrant mit ihren ständigen Korruptionsvorwürfen gegen unsere gemeinnützige Non Profit Organisation, die nur eine schwache Milliarde Euro als eiserne Reserve verwalten darf. Die WM 2022 in der Wüste von Katar dient ohnehin schon als Generalprobe für diese außerirdische WM.

Voraussetzung ist lediglich, dass auf dem anderen Planeten irdische Schwerkraft- und Klimabedingungen geschaffen werden. Die Kosten dafür tragen die Aliens. Schließlich werden ja sogar die Araber im Stande sein, ihre verdammte Wüste bis 2022 auf angenehme 18 Grad runter zu kühlen und mit friedvollen Einwohnern in größerer Dichte zu bestücken.

Jennifer Lopez, Claudia Leitte und Pitbull werden 2026 mit einer ebenso großartigen Vorstellung wie bei der Eröffnung 2014 das gesamte Universum begeistern dürfen. An dieser Stelle ein herzliches Dankschön an unsere TV-Vertragspartner, die dank zukunftsweisender Technik verhindert haben, dass Lopez/Leitte/Pitbull zu viel von ihrem unvergleichlichen Können preisgeben konnten. Einem kosmischen Ereignis von der Größenordnung einer Supernova steht damit nichts mehr im Weg, sofern wir das Trio Infernale dann tatsächlich auch singen hören dürfen!

Das unüberschaubare Feld des Sports pflügt und pflegt Jürgen Preusser, seit er 19 Jahre ist. Hauptsächlich und lange Zeit hauptberuflich journalistisch. Von zehn Olympischen Spielen durfte er vor Ort berichten. Segeln, Spielen und Schreiben – das ist und bleibt seine S-Klasse. Wien sieht ihn nur noch in Ausnahmefällen, der Wienerwald hingegen dauernd.