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Das Ende der Partnersuche

Dem Einsamen kann abgeholfen werden. Mensch und Maschine gehen eine fruchtbare Beziehung ein, denn kleine, kostenlose Schachprogramme für’s Handy und online gibt es zuhauf.

Computer haben unsere Art, Schach zu spielen, revolutioniert: Das Niveau der Profis ist mit Hilfe der Rechner und ihrer Datenbanken heute höher als je zuvor. Aber auch für Hobbyspieler, die früher in Ermangelung eines Partners oft auf eine Partie verzichten mussten, stellen Computer (bzw. Handys) inzwischen eine jederzeit verfügbare bessere Hälfte dar.
Das Internet vervielfacht diese Möglichkeiten noch, binnen Augenblicken findet man Schachfreunde von Abchasien über Madagaskar bis Zypern, mit denen man nebenbei sogar chatten kann. Solche Begegnungen sind interessant und machen Freude.
Da ich immer wieder danach gefragt werde, habe ich ein paar Empfehlungen zusammengetragen, sei es für’s Handy in der Straßenbahn oder online für den tristen Büroalltag. Die Links sind praktischerweise allesamt kostenlos und erfordern keine Anmeldung.
Mit dem berühmt-berüchtigten Shredder kann man sich via Webbrowser online duellieren.
Wer Gegner aus Fleisch und Blut bevorzugt, ist im Chess Hotel oder bei der Live Challenge Multiplayer gut aufgehoben.
Stets mobil bleibt man mit Apps fürs iPhone bzw. Android-Handys. Wer noch ein richtig altes Mobiltelefon sein eigen nennt, der ist bei Mobile-Mir richtig (Tipp:Die Übertragung der jar-Datei aufs Handy erfolgt am besten per Bluetooth oder USB-Kabel).
Für die ganz Verspielten gibt es auf Schachspielen.org einige skurrile Schachvarianten.
Und wer sich lediglich ein stinknormales kleines Schachprogramm am Desktop installieren möchte, dem seien Lucas Chess (insbesondere für Anfänger) und Freeware Schach ans Herz gelegt.

Filmempfehlung: Computer Chess

Mir persönlich macht das Kräftemessen mit einem aufgemotzten Taschenrechner, der weiter vorauszudenken vermag als ich, den ich durch aggressive Züge nicht einschüchtern und durch offen zur Schau getragene Verzweiflung nicht in trügerischer Sicherheit wiegen und den ich daher sowieso nicht besiegen kann, sofern ich ihm kein Handicap verpasse, keinen Spaß. Es menschelt einfach nicht.
Doch das nur nebenbei bemerkt, um mit meinem verehrten Vereinspräsidenten zu sprechen. Denn während ich diese Zeilen schreibe, begutachtet (und zerpflückt) im Hintergrund Fritz – neben Shredder und Rybka eine der großen kommerziellen Schachengines – meine jüngste Partie.
Es brauchte eine lange Entwicklung, bis Computer dazu in der Lage waren. Dieser nimmt sich der Film Computer Chess ironisch überzeichnet an: Bei einem Computerschachturnier kämpfen die Programmierer nicht nur mit rutschenden Hornbrillen und dem Eigenwillen ihrer Maschinen, sondern auch mit lästigen Katzenallergenen, mangelnden Schlafgelegenheiten, einladenden Swingerpärchen und aufkeimenden Gefühlen. Sehenswert.
Die Vorstellungen im Wiener Gartenbaukino sind zwar bereits Geschichte, jedoch ist der Streifen problemlos als Online-Stream im Internet zu finden.