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Schach für Kinder: Warum, wann, wie und wo in Wien – Teil 1

Rund 150 (!) Wiener Schulen haben ein Schachangebot im Programm. Es gibt triftige Gründe, ein solches in Anspruch zu nehmen.

Zuletzt  war an dieser Stelle die Rede davon, dass es für Erwachsene gar nicht so einfach ist, von null weg mit dem Schachspielen zu beginnen – es gibt nämlich keine speziellen Angebote dafür. Für Kinder dagegen sieht die Sache glücklicherweise völlig anders aus. Das kommt auch nicht von ungefähr.

Schach ist mehr als ein Spiel, das Spaß macht. Schach schult das Konzentrationsvermögen, das Gedächtnis, das analytische, logische und vorausschauende Denken, die räumliche Vorstellungskraft. Schach ermöglicht Kreativität, befeuert die Entschlussfreudigkeit, übt gleichzeitig die Geduld. Schach hilft, zwischen kurzfristigem Vorteil und langfristigem Nutzen zu unterscheiden. Schach ist international, integrativ, überbrückt soziale und sprachliche Klüfte, trainiert das Austragen von Konflikten und lehrt nicht zuletzt auch das Akzeptieren von Niederlagen. Alles Dinge, die man im Leben gut gebrauchen kann.

 

Schule und Ferien und wieder Schule

Diese Vorteile sind anerkannt: Das Spiel steht in rund 30 Ländern auf dem Lehrplan und wird in Österreich vom Bildungsministerium zumindest aktiv gefördert. Seit rund einem Jahrzehnt ist ein echter Boom an Schachstunden zu beobachten. Auf der Liste der Schulen mit Schachangebot sind unglaubliche 150 Wiener Lehranstalten verzeichnet, von der Volksschule bis zur Handelsakademie.

Üblicherweise halten privaten Enthusiasten – oft mit Hilfe der bewährten Stappenmethode – den Unterricht ab, hervorzuheben ist die besonders aktive Initiative SPIDS. Auch in rund 20 Horten und somit bereits im Kindergarten werden regelmäßig Schachbretter aufgestellt. Die Schulen und Horte nehmen normalerweise auch „schulfremde“ Kinder auf – und einmal im Jahr gibt es Vergleichswettkämpfe, die die Kinder erfahrungsgemäß ungeheuer motivieren.

Momentan kreisen die Gedanken eher um die lang ersehnten großen Ferien. In diesen kann man ebenfalls mit Gleichaltrigen schächern und dabei Spaß haben. Etwa in verschiedenen Ferienlagern, die mit großem nichtschachlichen Rahmenprogramm einen Zugang zum Spiel bieten, den das Kind sicherlich als positive Erfahrung abspeichert. Zu nennen ist zum Beispiel das Schachimedes-Feriencamp, das bereits in sein 25. Jahr geht. Das nächste Schuljahr folgt außerdem bestimmt: Achten Sie also auf ein eventuelles Schachangebot, falls Sie derzeit auf der Suche nach einer guten Bildungsstätte für Ihren Nachwuchs sind!

Lesen Sie im zweiten Teil dieser Kolumne über den richtigen Einstiegszeitpunkt und -ort im Schulschach, über den Unterschied zu Vereinen und über den schönsten Moment meiner eigenen Schach“lehrer“karriere.

P. S.: Der Schneeturm hat einen nicht minder vergänglichen Nachfolger gefunden. Der Schachgedanke lebt in allen Klimazonen.